#EineBarriereWeniger: kollektiv als Adjektiv und Kollektiv als Substantiv

Bei Barrierefreiheit kennen wir uns bestens aus.
Bei ebenso wichtigen Themen, ist das jedoch anders.
Aber deshalb baut man ja schließlich auch nicht allein, sondern im Team: Man hat ein gemeinsames Ziel und setzt die individuellen Fähigkeiten ein, um dieses Ziel zusammen zu erreichen.

Noch stärker beschriebt dieses an-einem-Strang-Ziehen für uns das Wort Kollektiv.
Jeder Bestandteil ist wichtig, doch nur in Summe entstehen die besten Ergebnisse.

Mit #EineBarriereWeniger soll beides erreicht werden: zu zeigen, dass gemeinsam – also kollektiv – mit anderen externen Projektbeteiligten das gleiche Ziel angestrebt wird. Und selber einen Raum zu bieten, in dem gleichgesinnte Menschen zusammengebracht werden, die sich für Barrierefreiheit einsetzen – als Kollektiv.

Martin Schienbein (er/sein)

Martin@EineBarriereWeniger.de

Dipl.-Ing. (FH) Martin Schienbein ist Bauingenieur und seit 2020 auf Barrierefreies Bauen und inklusive Architektur spezialisiert. Neben klassischer Fachplanung und Beratung für Architekt*innen führt er Workshops und Schulungen rund um bauliche Barrierefreiheit durch.

Aktueller Schwerpunkt der Tätigkeit sind öffentlich zugängliche Gebäude im Allgemeinen sowie Kulturräume und Veranstaltungsorte im Speziellen. Egal ob Tanzstudio, denkmalgeschütztes Theater oder Festival auf der grünen Wiese: Barrieren können überall abgebaut werden. Als Mitglied des DIN-Normenausschusses ist Martin außerdem an der Überarbeitung der DIN 18040 beteiligt und bringt sich in weiteren Fach-Gremien ein.

Seine fachliche Expertise wird ergänzt um persönliche Erfahrungen aus dem Alltag mit mehreren chronischen Autoimmunerkrankungen sowie die gewonnen Perspektiven aus der jahrelangen Zusammenarbeit mit anderen Betroffenen als Expert*innen in eigener Sache.

Slávka Fratričová (sie/ihr)

Slavka@EineBarriereWeniger.de

Slávka beschäftigt sich bereits seit ihrem Architekturstudium mit dem Thema Barrierefreiheit und vertieft dieses Interesse seit 2021 auch in der beruflichen Praxis. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Gestaltung von Räumen, die neurodiverse Bedürfnisse berücksichtigen, sowie auf den Themen Pflege und Public Space. Verschiedene Workshops und Summer Schools ergänzten diese Auseinandersetzung im internationalen Kontext.

Neben Design- und Recherchearbeiten, wie etwa der Gestaltung einer Kindertagesstätte für Kinder mit Autismus, führt sie Barrierefreiheits-Audits für unterschiedliche Gebäudetypen durch. Sie war an der Entwicklung von Leitfäden und Standards für eine barrierefreie Gestaltung in der Slowakei sowie an einem staatlichen Musterprojekt für Pflegeeinrichtungen beteiligt. Darüber hinaus sammelt sie praktische Erfahrungen in der persönlichen Assistenz und in der freizeitpädagogischen Arbeit.

Wir sind nur ein kleiner Teil einer großen Community, die sich für mehr Inklusion und Zugang einsetzt. Dafür arbeiten wir mit verschiedenen Akteur*innen in Berlin und deutschlandweit zusammen und entwickeln Lösungen, die sowohl fachlich als auch menschlich funktionieren und wirksame Teilhabe ermöglichen.

Initiative Barrierefrei Feiern | Der Name ist Programm: Als Expert*innen in eigener Sache sorgen sie für mehr Barrierefreiheit und Inklusion in der Kulturbranche; egal ob in Workshops, bei Barrierefreiheits-Überprüfung von Event-Locations oder vor Ort auf Konzerten und Festivals.

Sozialheld*innen | entwickelt Projekte und digitale Lösungen, die Menschen mit Behinderungen mehr Teilhabe und Selbstbestimmung im Alltag ermöglichen.

EDAD: Design für Alle – Deutschland | ein deutschlandweites Kompetenznetzwerk rund um das Thema Design für Alle – es berät, informiert, forscht und vernetzt.

WOHN:SINN | Das WOHN:SINN Bündnis für inklusives Wohnen e.V. hat es sich zum Ziel gesetzt, durch die Verbreitung von inklusiven Wohnformen die Wohnsituation von Menschen mit Behinderungen zu verbessern. Als Mitglied unterstützen wir das Bündnis insbesondere hinsichtlich baulicher Fragestellungen.

Neben der der projektbezogenen Arbeit und bringt sich Martin in verschiedenen Gremien ehrenamtlich ein, um die strukturellen Rahmenbedingungen von Barrierefreiheit und Inklusion voranzubringen. Denn nur wenn die großen Hebel in Bewegung gesetzt werden, können auch die kleinen Alltagsbarrieren nachhaltig abgebaut werden.

DIN-Normenausschuss NA 005-01-11 AA “Barrierefreies Bauen“ | Das Gremium entwickelt die DIN 18040 als maßgebliche deutschen Norm für bauliche Barrierefreiheit. Hier entstehen die rechtlich und technisch verbindlichen Grundlagen für den nationalen Hochbau. In der Mitarbeit seit 2023 wurde vorrangig die Überarbeitung der DIN 18040 in allen drei Teilen verfolgt.

Europäischer Normenausschuss CEN/CLC/JTC 11 „Accessibility in the built environment“ | Das gemeinsame technische Komitee von CEN und CENELEC entwickelt europäische Normen für die barrierefreie Gestaltung der gebauten Umwelt. Es legt die Rahmenbedingungen fest, um Barrierefreiheit EU-weit einheitlich und verbindlich zu verankern.

Beratungsstelle Barrierefreies Bauen Berlin | Die Anlaufstelle berät Entwurfsverfassende und andere am Bau Beteiligte bei der Berücksichtigung bauordnungsrechtlicher Vorgaben sowie der konkreten Umsetzung baulicher Barrierefreiheit. Sie bildet die Brücke zwischen rechtlich-normativen Vorgaben und der praktischen Anwendung.

Fachbeirat Universal Design der Architektenkammer Berlin | Der Beirat vertritt das Prinzip des uneingeschränkt nutzbaren Gestaltens im berufsständischen Diskurs der Berliner Architektenkammer und berät den Vorstand. Er setzt Impulse für zukunftsfähige, barrierefreie Architektur und Stadtplanung.

WOHN:SINN-Projektbeirat „Gut wohnen trotz Wohnraummangel“ | Das Gremium begleitet innovative Konzepte für inklusiven und bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit und ohne Behinderung. Es bündelt Expertise, um trotz angespannter Märkte barrierefreie Wohnformen praxistauglich umzusetzen.